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In der Boschheide wurde die Kieslaus, eine Untergattung der Steinlaus entdeckt.

Seit dem ersten Auftreten im Jahre 1983 und den Anfängen der Petrophagologie wurde die Steinlaus (lat.: Petrophaga lorioti) vorwiegend dem großstadtarchitektonischen Biotop zugeordnet. Das Ausbleiben von Beobachtungen nach 1989 sorgte für die weitverbreitende Auffassung, dass das zeitweilige Verschwinden der Steinlaus mit dem Fall der Berliner Mauer als Nahrungsgrundlage in Verbindung zu bringen und dem Artensterben zum Opfer gefallen sei.

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Tatsächlich ist nun eine Spezies des Steinfressers in der Boschheide nachweisbar gefunden worden, die Kieslaus. Es handelt sich um ein kleines einheimisches Nagetier mit einer Größe von 0,2 – 2,5 mm aus der Gattung der Petrophaga.

Die langjährigen Forschungen des Heimat- und Verkehrsvereins Neukirchen rund um die einzigartige Naturlandschaft wurden mit dem Fund bestätigt, dass gerade gefährdete und umstrittene Existenzen wie die der Steinlaus erfahrungsgemäß eine besonders starke Überlebenskraft im Rahmen der natürlichen Auslese beweisen.

Die Kieslaus bewohnt vor allem Gebiete, die Kies- und Sandreich sind und deren Oberfläche den menschlichen Bewohnern zur Erholung dienen und der Erhalt als Kultur- und Donkenlandschaft der besonderen Beachtung bedürfen.

Der neuartige Fund dürfte der wissenschaftliche Beleg dafür sein, dass es sich bei Petrophaga lorioti um ein dauerhaftes lebendes Fossil handelt.

 

 

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