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Parken und Radeln 2022

20.06.2022: Kreis Wesel verleiht Heimatpreis 2022

Der Weseler Kreistag hat in seiner Sitzung am 9. Juni 2022 beschlossen, die folgenden drei Preisträger mit dem Heimatpreis 2022 Kreis Wesel auszuzeichnen:

Hanse-Gilde Wesel e.V., Wesel [...], Mühlenverein Hiesfeld e.V., Dinslaken [...] und den Heimat- und Verkehrsverein Neukirchen e.V., Neukirchen-Vluyn

Der Verein widmet sich kulturellen, brauchtumsstärkenden, erforschenden und vernetzenden stadtteilübergreifenden Arbeiten und ist zusammen mit dem Nachbarverein in Vluyn und der Stadt Neukirchen-Vluyn Träger des Museumsvereins Neukirchen-Vluyn. Das durch den Verein betriebene ortsgeschichtliche Museum zeigt eine breite Sammlung zur Heimatgeschichte. Dort werden die Themen Stadtgeschichte, soziales Engagement zu Anfang der Industrialisierung sowie eine Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Neukirchen-Vluyn abgebildet.

Zum Abschluss des Förderprogrammes „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.“ ist eine Auszeichnungsfeier mit allen Preistragenden des „Heimatpreises Kreis Wesel“ in der Zeit von 2019 bis 2022 sowie allen Preistragenden aus dem Kreis Wesel auf Landesebene am 26. August 2022 im Kreishaus in Wesel geplant.

Landrat Ingo Brohl: „Ich gratuliere allen Preisträgern ganz herzlich und danke ihnen für ihren Einsatz für unsere Heimat, den wunderschönen Niederrhein Kreis Wesel.“ Insgesamt waren 20 Vorschläge und Bewerbungen für den „Heimatpreis 2022 Kreis Wesel“ bei der Kreisverwaltung eingegangen. Um die Breite des Engagements für unsere Heimat zu würdigen, hat der Kreistag beschlossen, das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro aufzuteilen und drei Preisträger zu je gleichen Teilen auszuzeichnen.

Mit dem Vorsitzenden Thomas Stralka und Werner Klüh (zuständig vom HVV Neukirchen für das Museum) freut sich der gesamte Vorstand über diese Auszeichnung! Die Preisverleihung findet am 26. August im Kreishaus Wesel statt.

(Hartwig Müller)

Das BILANZ-Theater Moers gastiert in Neukirchen-Vluyn, um die ausgefallene Vorstellung vom Mai nachzuholen!
 
Am 13. Mai 2022 mussten wir leider ja, -coronabedingt-, die geplante Vorstellung ‚Allesfresser‘ absagen. Als neuen Termin haben wir jetzt mit dem BILANZ-Theater und der Kulturhalle den 23.09.2022, 19:30 Uhr vereinbart.
 
Die Eintrittskarten behalten Ihre Gültigkeit! Falls Sie zum 23.09.2022 verhindert sein sollten, bitten wir sie um Rückgabe der Eintrittskarten bei HighClassPhoto in Vluyn. Dort erhalten Sie dann auch Ihr Eintrittsgeld zurück. Evtl. zur Übersendung der Eintrittskarten angefallenes Porto kann leider nicht erstattet werden.
 
Sollten durch die Verschiebung Karten freigeworden sein, werden diese nach Rückgabe wieder freigeschaltet und können dann über www.rogschticket.de oder bei HighClassPhoto in Vluyn zum Preis von 13,00 € erworben werden.
 
Wir hoffen, mit dieser Regelung den Aufwand für die Karteninhaber gering halten zu können und Mitgliedern und Freunden des HVV den Besuch der Ersatzvorstellung zu ermöglichen. Wir wünschen allen einen gelungenen Theaterabend!
 
Unser neuer Termin:
 
23. September 2022 BILANZ-Theater in der 
Kulturhalle Vluyn, 
Beginn 19:30 Uhr:  ‚Allesfresser‘ von Erpho Bell.
 
 
Unser Dank gilt den Beteiligten von Stadt und Verein, die mitgeholfen haben, schnell einen Ersatztermin zu finden!
 
Rechtzeitig vor dem Termin werden wir uns bei Ihnen noch einmal melden, die jetzige Information ist vorwiegend für die Karteninhaber gedacht, damit diese den Termin prüfen können. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 

Thomas Stralka                                                        Hartwig Müller
Vorsitzender                                               Pressereferent  HVV Neukirchen        

 

Historischer Rundgang mit den Bergleuten durch die Kolonie zum Bergwerk Niederberg

Den Anlaß zu dieser Veranstaltung gab die Schenkung eines Fotoalbums mit historischen Architekturaufnahmen, aus der Entstehungszeit der Schachtanlage Niederberg und der Alten und Neuen Kolonie, an den Heimat- und Verkehrsverein Neukirchen. Die Aufnahmen zeigen wie, mit dem Bergwerk (1917/18) nach und nach die  Wohnungen für die Bergarbeiter und ihre Familien, Anfang bis Mitte der Zwanziger Jahre entstanden. Da wir viele Aufnahmen nicht richtig zuordnen konnten, holten wir uns Rat bei Josef Schröder von der "Schlosserkameradschaft Niederberg", der uns spontan eine komplette Dokumentation hierzu erstellte. Durch den hierdurch entstandenen Kontakt kam es zu der Führung durch die Kolonien.

Vom Treffpunkt am Rathaus Neukirchen-Vluyn ging es über den Hindenburgplatz durch die Alte Kolonie, an Schrebergärten vorbei zur Neuen Kolonie und von dort aus weiter zum Bergwerksgelände. Unterwegs gab es gibt viel Wissenswertes zur Entstehung der Siedlung und zum Leben der Bergleute und ihrer Familien in der Kolonie zu erfahren. Zudem gaben Josef Schröder und seine Kameraden anhand von Fotos einen detailierten Einblick, wie die schwere Arbeit unter Tage und auf dem Gelände der Zeche aussah. Die Teilnehmer un20222 05 30 Josef Schröderd Teilnehmerinnen waren sehr interessiert an den vorgetragenen Schilderungen und sichtlich angetan. Zu guter Letzt endetet der Rundgang an der eisernen Skulptur des Bergmanns (erschaffen von Anatol Herzfeld). Mit dem gemeinsamen Singen des Steigerliedes und einem kräftigen Schluck Grubenwasser (klarer Schnaps) endete der Rundgang.

Mit der Führung will der Heimat- und Verkehrsverein Neukirchen auf diesen Stadtteil aufmerksam machen, der durch seine Entsehung zum Zusammenschluß der Orte Neukirchen und Vluyn geführt hat und bis heute noch sein komplettes Stadtbild erhalten konnte. Die Führung war exklusiv für Mitglieder des HVV-Neukirchen und als kleiner Ausgleich für die durch Corona bedingten Ausfälle von Veranstaltungen gedacht. 

 

Am Samstag den 23. April 2022 wird das Museum nach einer durch Corona bedingten Pause wieder geöffnet.

Die Aufsichten der beiden Heimat- und Verkehrsvereine Neukirchen und Vluyn nehmen ab Samstag den 23.4.2022 ihren Museumsdienst wieder auf. Somit ist die Ausstellung an den üblichen Terminen zu besichtigen. Es gilt das aktuelle Coronaschutzkonzept mit 3G-Regel (vollständig geimpft, genesen, aktuell getestet). Außerdem gilt die Maskenpflicht.  Führungen durch die Ausstellung sowie Veranstaltungen, wie der Rundgang zur Geschichte der Zwangsarbeiter während der NS-Zeit, können in kleinen Gruppen wieder stattfinden (siehe Kalender Webseite des Museums).

Wie in der Lokalpresse berichtet, wurde bereits im März die NS-Medienstation im Rahmen einer Auftaktveranstaltung eröffnet. Damit erhielt das Museum einen weitern Baustein zur Stadtgeschichte. Hiermit ist das Museum NV eines der wenigen Ortsgeschichtlichen Museen in Deutschland, das sich mit einer kritischen Aufarbeitung der NS-Vergangenheit beschäftigt. Allein dieser Teil der ausstellung ist einen Besuch wert.

Für den 20. August ist ein Museumskaffeetrinken der Aufsichten geplant. Weitere Informationen hierzu entnehmeß Sie bitte den nächsten Rundschreiben.  die normalen Öffnungszeiten auch an den jeweiligen Mittwochs- und Samstagsterminen wieder aufgenommen werden können! 

Werner Klüh

In der Boschheide wurde die Kieslaus, eine Untergattung der Steinlaus entdeckt.

Seit dem ersten Auftreten im Jahre 1983 und den Anfängen der Petrophagologie wurde die Steinlaus (lat.: Petrophaga lorioti) vorwiegend dem großstadtarchitektonischen Biotop zugeordnet. Das Ausbleiben von Beobachtungen nach 1989 sorgte für die weitverbreitende Auffassung, dass das zeitweilige Verschwinden der Steinlaus mit dem Fall der Berliner Mauer als Nahrungsgrundlage in Verbindung zu bringen und dem Artensterben zum Opfer gefallen sei.

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Tatsächlich ist nun eine Spezies des Steinfressers in der Boschheide nachweisbar gefunden worden, die Kieslaus. Es handelt sich um ein kleines einheimisches Nagetier mit einer Größe von 0,2 – 2,5 mm aus der Gattung der Petrophaga.

Die langjährigen Forschungen des Heimat- und Verkehrsvereins Neukirchen rund um die einzigartige Naturlandschaft wurden mit dem Fund bestätigt, dass gerade gefährdete und umstrittene Existenzen wie die der Steinlaus erfahrungsgemäß eine besonders starke Überlebenskraft im Rahmen der natürlichen Auslese beweisen.

Die Kieslaus bewohnt vor allem Gebiete, die Kies- und Sandreich sind und deren Oberfläche den menschlichen Bewohnern zur Erholung dienen und der Erhalt als Kultur- und Donkenlandschaft der besonderen Beachtung bedürfen.

Der neuartige Fund dürfte der wissenschaftliche Beleg dafür sein, dass es sich bei Petrophaga lorioti um ein dauerhaftes lebendes Fossil handelt.

 

 

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