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HVV Neukirchen wandert für „Bewegen hilft“

„Rund um Neukirchen in 4 Tagen“

Nach den langen Monaten der Corona-Pandemie ging in diesem Sommer wieder was! Im Rahmen  des Stadtjubiläums von Neukirchen-Vluyn fand die Veranstaltungsserie 40 Jahre - 40 Impulse statt. Unter Leitung von Jürgen Weiß (Mitglied des HVV) beteiligte sich der HVV Neukirchen an dieser Aktion. 

Die Organisatoren vom HVV hatten an allen vier Tagen für herrliches Wetter gesorgt, Start war jedweils um 10:00 Uhr, am ersten Tag am Samannshof, an den Folgetagen jeweils am Zielpunkt des vorhergehenden Tages. Die erste Teilstrecke führte also durch die Wasserlandschaft der Littard, durch die Wälder an Schaephuysen vorbei, über Neufeld bis nach Schultes Kull, wo sich die Gruppe die Zeit für einen kleinen Imbiss nahm. Ziel war der Parkplatz Waldschlösschen, am Hülser Berg.

Das Waldschlösschen war dann auch der Startpunkt für den zweiten Tag. Durch die sommergrünen Felder ging es nach Niep und von dort zum Flugplatz am Egelsberg. Mittagspause war in der Neuen Mühle, zwischen Neukirchen und Kapellen an der Kiesgrube gelegen. An Kapellen vorbei erreichten die Wanderer am Ende des Tages schließlich zum Klingerhuf.

Folgerichtig war dieser auch der Ausgangspunkt für den dritten Tag, an dem die östliche Peripherie von Neukirchen bewandert wurde. Am renaturierten Wiesfurthgraben wurde unsere Gruppe von der Gattin des Ehrenvorsitzenden mit einem kleinen Mittagsimbiss empfangen. Durch das Gewerbegebiet Genend und die Dong erreichten die Wanderer und Wanderinnen schließlich die Gaststätte Averdunkshof, in der Tag zünftig beendet wurde.

Nicht weit vom Averdunkshof befindet sich der Aufstieg zur Halde ‚Norddeutschland‘, wo der Treffpunkt für den letzten Tag war. Am aufgelassenen ‚Schacht 3‘ der ehemaligen Zeche ‚Bergwerk West‘ (bis 2001 Zeche Friedrich-Heinrich, danach erfolgte die Zusammenlegung mit der Zeche Niederberg aus Neukirchen-Vuyn inkl. Namensänderung) ging der Weg durch Maisfelder und an kleinen Kendeln vorbei über die Dongplatte bis nach Rayen. 

Dieses Gebiet erscheint im Regionalplanentwurf des RVR als mögliches Auskiesungsgebiet und ist z.Z. ein sehr prominentes Ausflugsgebiet für viele Fuß- und Radwanderer, die sich noch von der derzeit unberührten Landschaft inspirieren lassen möchten. Über den Rayener Berg ging es dann nach kurzer Pause durch den Vluynbuscher Wald, an den Littardkuhlen vorbei wieder zum Samannshof.          

Wie im Fluge waren die vier Tage Wanderungen am Niederrhein durch die wunderschöne Landschaft vergangen. Über 45 km hatte Jürgen Weiß, bekannter ‚Wanderblogger‘ im Internet, die vier Wanderungen rund um Neukirchen-Vluyn ausgearbeitet und damit einen erfolgreichen Einstand als Wanderführer beim HVV gegeben.

Jürgen verzichtete auf sein Honorar als Wanderführer, dafür spendeten die Teilnehmer jeweils einen freiwilligen Beitrag am Ende eines jeden Wandertages für die Aktion ‚Bewegen hilft‘ der Volks- und Raiffeisenbank Niederrhein. Nach den vier Wandertagen kamen so immerhin um die 300€ zusammen, die von ihm auf das Spendenkonto der Aktion überwiesen wurden. 

Die Wanderer waren allesamt begeistert von der Routenauswahl, die auch Stadtteile von Neukirchen-Vluyn und die Randgebiete einiger Nachbarstädte, wie Schaephuysen, Kapellen und Kamp-Lintfort berührt hatte und viele Teilnehmer auf Wege leitete, die sie bisher noch nicht gegangen waren.

Hartwig Müller

Pressereferent HVV Neukirchen

Am Sonntag dem 4. Juli 2021 wurde das Museum nach einer langen, durch Corona bedingten Pause, wieder geöffnet.

Im Vorfeld hatten der Museumsbeirat und die Leitung des Muesums ein neues, den aktuell gültigen Regeln der Coronaschutzverordnung entsprechendes, Hygienekonzept verabschiedet. Dies sieht u. a. vor, dass für die erste Zeit nur an den Sonntagen geöffnet wird. Führungen durch die Ausstellung sowie Veranstaltungen, wie der Dorfrundgang Vluyn oder die Geschichte der Zwangsarbeiter während der NS-Zeit, können in kleinen Gruppen wieder stattfinden (siehe Kalender). Es bleibt zu hoffen, dass ab Ende August, nach dem geplanten Museumskaffeetrinken, die normalen Öffnungszeiten auch an den jeweiligen Mittwochs- und Samstagsterminen wieder aufgenommen werden können! 

Trotz dieser verbleibenden Unsicherheit freuten sich am ersten Tag der Öffnung, die Museumsleiterin Jutta Lubkowski und die beiden Neukirchener Aufsichten Frau Liane Pöll-Atkinson und Herr Hans-Peter Burs, die ersten Besucher wieder zu empfangen. 

 

Werner Klüh

Die Heimat- und Verkehrsvereine schalten sich in die Diskussion des neuen Regionalplans ein. 

Wenn sich die beiden Heimat- und Verkehrsvereine von Neukirchen und Vluyn öffentlich gemeinsam zu einer Entwicklung äußern, die im ersten Augenblick eher in der Umwelt- und Wirtschaftspolitik des Landes NRW, als in der Heimatpflege angesiedelt zu sein scheint, ist das schon ungewöhnlich. In dieser Phase der Planungen zum neuen Regionalplan des Regionalverbandes Ruhr (RVR) ist es aber doch notwendig geworden.

Diese sieht nämlich vor, dass im Stadtgebiet von Neukirchen-Vluyn ‚Reserveflächen‘ ausgewiesen werden sollen, die als Planungsgrundlage für den Kiesabbau gelten werden. Kritisch ist aus Sicht der beiden Vereine dabei, dass sich die Planung möglicherweise an dem Bedarf der Vergangenheit orientiert und nicht am zukünftigen heimischen Kiesbedarf. 

Im Zuge der angestrebten Kohlenstoffneutralität bis 2050 wird sich der Hoch- und Tiefbau neu orientieren müssen, sind doch erhebliche Mengen an Kohlendioxid beim Herstellen von Beton und Zement einzusparen, die Deutschland ansonsten das Ziel der Kohlenstoffneutralität verfehlen lassen. In der Folge würden immense Kosten für das ganze Land entstehen.

Bei uns würde die Ausbeutung noch vorhandener Kieslagerstätten im Stadtgebiet nach unserer Meinung zu einer außergewöhnlichen Belastung von Fauna und Flora führen.  Der Lebensraum vieler einheimischer Tierarten und auch die Möglichkeit der Nutzung durch nachhaltige Landwirtschaft wird durch die geplante Rohstoffgewinnung beeinträchtigt. Die kiesführenden Schichten im Untergrund dienen als natürliche Filter für die vorhandenen Grundwasser-Reservoire, die maßgeblich an der Trinkwasserversorgung beteiligt sind.

Weiterhin ist bei Aufnahme des Abbaubetriebes mit einer Zunahme des Schwerlastverkehrs auf den öffentlichen Straßen zur Abfahrt des Kieses zu rechnen, mit den damit verbundenen Gefährdungen der Radfahrer, insbesondere der Schulkinder auf dem Weg in das in der Nähe der geplanten Abbaustelle gelegene Schulzentrum. 

Die Heimat- und Verkehrsvereine von Neukirchen und Vluyn fühlen sich durch ihre Satzungen dem Naturschutz und dem Erhalt eines lebens- und liebenswerten Umfeldes auch für nachfolgende Generationen verpflichtet und haben sich deshalb gegen die Planungen des Regionalverbandes Ruhr (RVR) zur Bereitstellung von Flächen für den Kiesabbau auf dem Gebiet der Stadt Neukirchen-Vluyn ausgesprochen und dies den maßgeblichen Stellen der Landesregierung, des RVR und der Kreisverwaltung per Brief (Anlage) mitgeteilt.

Unser Ziel wird sein, bei der noch laufenden Klärung zum Regionalplan Ruhr dafür zu sorgen, dass der Kreis Wesel als Vertretung der kreisangehörigen Städte und Gemeinden seiner Rolle gerecht wird und die vom Rat der Stadt im Rahmen der  Nachhaltigkeitsplanung zur Global Nachhaltigen Kommune (GNK) verabschiedeten Nachhaltigkeitsziele in die Planung des RVR einfließen lässt. 

Wir werden unsere Argumente in den noch ausstehenden Beratungen (der geplanten ‚2. Beteiligung‘ und einer für das dritte Quartal 2021 geplanten ‚Abgrabungskonferenz‘) einbringen, um die Interessen unserer über tausend Mitglieder und unserer Mitbürger zu vertreten. 

Landrat Ingo Brohl hat es nun in der Hand, als Vertreter der kreisangehörigen Städte und Gemeinden des Kreises Wesel im RVR eine Korrektur der Planungen anzustoßen und durchzusetzen, damit im dicht besiedelten Kreis keine weiteren Flächen mehr geopfert werden müssen.

Dr. Hartwig Müller – Pressereferent des Heimat- und Verkehrsvereins Neukirchen / Dr. Hansjörg Majer – Pressereferent des Heimat- und Verkehrsvereins Vluyn

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